Kommt Angst, kommt Mat

by Daniela Hartmann (alles-schlumpf). flickr, CC-Lizenz

Das lässt tief blicken: Des Deutschen liebstes Google-Suchwort 2013 ist „Wahl-o-Mat“.

Was macht so ein Wahl-o-Mat? Du gestehst ihm deine Gefühle und er sagt dir, wer du bist. Er nimmt dir das Denken ab, und er nimmt dir die Angst vorm falschen Kreuz.

Nachdenken ist heutzutage ein Tick von Leuten mit zu viel Zeit und ohne Facebookaccount. Angst haben dagegen alle. Vor dem Islam, vorm zu frühen Auswerfen des USB-Sticks, vor Alexander Dobrindt.

Landauf, landab wird daher an o-Maten neuen Typs geschraubt; auf dass sie für uns nachdenken und uns unsere Ängste nehmen.

Etwa das Saisonprodukt WasschenkeichmeinenLiebenbloßzuWeihnachtenichhabwirklichkeineIdeenmehr-o-Mat für Vorweihnachtszeitphobiker. Oder der fast baugleiche WasmachichbloßzuEssenichhabwirklichkeineIdeenmehr-o-Mat für das ganze Jahr.

Der MussichdamitzumArzt-o-Mat befindet sich hingegen noch in der Betaphase, ihn testet momentan eine Gruppe hochsensibler Hypochonder.

Psychologen warnen derweil mit Blick auf Ergebnisse des Psychos-o-Mat vor einer neuen Phobiewelle. Immer mehr Menschen hätten Angst davor, den neusten o-Mat zu verpassen. Sie  wünschen sich daher einen o-Mat, der ihnen sagt, wann welcher o-Mat auf den Markt kommt und ob er zu ihnen passt.

Es heißt, die Ingenieure des Met-a-Mat stünden kurz vor dem Durchbruch.

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Fotocredit: Daniela Hartmann (alles-schlumpf). flickr, CC-Lizenz

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